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Radwegebau im Freistaat Sachsen

Radweg in Waldlage

(© List GmbH, Rochlitz)

Der Freistaat Sachsen ist für den Bau und die Unterhaltung von Radwegen an Bundesstraßen (im Auftrag des Bundes) sowie an Staatsstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften zuständig. Straßenbegleitende Radwege sind an solchen Straßen dann notwendig, wenn die Straßenverbindung eine Bedeutung für den Radverkehr aufweist und das Verkehrsaufkommen so hoch ist, dass der Radverkehr aus Sicherheitsgründen nicht auf der Straße geführt werden sollte. Die genauen Kriterien dafür sind in den Planungsrichtlinien ERA (2010) und RAL (2012) beschrieben.

Bedarf an straßenbegleitenden Radwegen

Die sächsische Straßenbauverwaltung hat zuletzt 2014 alle Bundes- und Staatsstraßenabschnitte, die noch nicht über einen separaten Radweg verfügen, überprüft. Die Prüfung erfolgte unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit durch eine Multikriterienanalyse anhand der Hauptkriterien „Gefährdung“ und „Betroffenheit“ für Radfahrer. Das Prüfverfahren ist in der Radverkehrskonzeption detailliert beschrieben. Damit konnten diejenigen Straßenabschnitte identifiziert werden, bei denen der Bau eines straßenbegleitenden Radweges einen hohen Sicherheitsgewinn für Radfahrer erwarten lässt. An diesen Strecken sollen vorrangig Radwege gebaut werden.

Die Streckenabschnitte wurden im Ergebnis der Prüfung einer der Klassen A, B oder C zugeordnet. Das bedeutet:

  • Klasse A (höchste Priorität): Diese Maßnahmen sollen bis 2025 umgesetzt werden. Die Realisierung ist abhängig von der Erlangung des Baurechtes und der Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel.
  • Klasse B: Maßnahmen, für die ein Bedarf besteht, die voraussichtlich aber erst ab 2025 realisiert werden können.
  • Klasse C: Maßnahmen, deren Notwendigkeit weiter zu prüfen ist. Nach derzeitigem Stand ist an diesen Streckenabschnitten kein straßenbegleitender Radweg erforderlich, da die Verkehrsstärke der Straße gering ist.

Innerhalb der Bedarfsklassen A, B und C erfolgt keine vertiefte Reihung nach der Dringlichkeit der Maßnahmen. Die Reihenfolge der Umsetzung richtet sich nach dem Planungsfortschritt, der Erlangung des Baurechtes sowie einzelfallspezifischer Besonderheiten wie z.B. naturschutzfachlicher Gegebenheiten oder Synergien aus der gemeinsamen Umsetzung im Zuge von Straßenbauvorhaben.